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Bunsere bneue Berliner Bärenbude

17. August 2009 von thomas

Wir sind da! Also in Berlin Charlottenburg. Alles ist wieder so neu und aufregend. Neue Stadt, neue Leute, neue Stimmung! Irgendwie gefällt es mir jedes halbe Jahr umzuziehen. Das ist die perfekte Zeit, um das Beste mitzunehmen und sowas wie Alltagstrott erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Und die Stadt ist so groß. Wir kommen aus  dem 100.000 Einwohner Dorf Velbert. Auckland hatte zwar 1,5 Mio Einwohner aber auf einer riesigen Fläche verteilt, so dass es genau genommen eine riesige Vorstadt war. Berlin mit seinen über 3 Mio Bewohner wirkt dagegen riiiiesig!

Anders als in Auckland (hier und hier) gibt es diesmal kein Video, da ich es doch geschafft habe beide Kameras außer Gefecht zu setzen (womit ich auf 1 Kamera/ 6 Monate komme). Dafür gibt es eine tolle Bildbegehung:

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Was wir für die 5 Monate brauchen passte in eine Wagenladung. Aber ha! Kein Akt für jemanden, der schon mit 14 die Schule geschwänzt hat, um Tetris zu spielen.

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Der Eingang zum Haus

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Wir sind wirklich erstaunt, wie grün Berlin ist. Solche Innenhöfe sind wir aus dem Ruhrgebiet nicht gewohnt. Wahrscheinlich ein Unterschied ob eine Stadt auf Proletariat oder der Bourgeoisie fusste.

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3te Etage. Wir entscheiden uns spontan dafür in den nächsten Monaten auf Wasserkästen zu verzichten. Schmeckt aus dem Wasserhahn doch genauso gut (Suggestion, Suggestion). Vorteil gegenüber dem Ruhrgebiet: In Berlin kennt man keinen Treppenhaus- und Kellerputzdienst. Ich habe es immer gehasst. Vor allem weil immer eine ältere Nachbarin da war, die sich über die Putzqualität beschwerte.

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Sagt doch, dass wir Familie sind … neues von der Wohnungssuche in Berlin

5. August 2009 von thomas

So, wir sind zurück aus Berlin und platt von den Eindrücken. Weniger von der Stadt, die sich im Sonnenschein prächtig präsentiert hat, sondern von den potentiellen Vermietern. Wer sich langweilt, der sollte mal Wohnungen zur Zwischenmiete suchen. Diese Untermietgespräche sind viel aufregender als Gespräche mit normalen Vermietern.

Wir wurden gefragt, ob wir für die fünf Monate lang eine Katze pflegen und uns darauf einlassen gegebenenfalls nach dem vierten Monat raus zu müssen. Oder bekamen gesagt, dass die Mieterin all ihre Klamotten in den Schränken lässt und wir sie in Kartons packen dürfen. Ich will nicht die Unterwäsche fremder Leute falten.

Auch klasse war ein Wohnungsanbieter, der über seinen Vermieter ablästerte und mit den Worten “… der ist Rechtsanwalt, was soll man da auch erwarten” abschloss. Öhm, ok, ich sagte ihm nicht was ich beruflich mache.

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“Natürlich sind wir ein Teil der Familie, Herr Vermieter. Hier, unsere gemeinsamen Wurzeln gehen weit zurück.” (Bild unter CC-BY-SA, Grundlage CC-BY-SA von mamamusings)

Aber so richtig herzerwärmend war, dass man uns ständig in die Familie aufnehmen wollte. Es ist verboten Untermieter ohne Zustimmung des Vermieters aufzunehmen. Daher sollten wir sagen, dass wir Verwandte sind, die vorübergehend zu Besuch sind. Es wurde uns auch immer versichert, dass dies juristisch in Ordnung sei und der Vermieter nichts kann. In einem Fall bekamen wir die “Familienmitgliedschaft” angeboten, nachdem uns der Mieter stolz erzählte wie der Vermieter seit zwei Jahren erfolglos versucht ihn aus der Wohnung zu klagen. Super, der punkige Teil meiner Seele wollte schon immer als Hausbesetzer aus einem Haus rausgetragen werden. :)

Bei den Wohnungen kamen zwei in die engere Auswahl. Beide in Charlottenburg.

Eine vornehme 3-Zimmerwohnung mit großem FlatTV, Antiquitäten, Ledersofas und Kristallgläsern für 1050 Euro/mtl. Problem: Man kann sich da nicht einfach hinwerfen und Leben ohne Angst zu haben die Einrichtung zu beschädigen. Zu viel Luxus für Leute, die vor einem Jahr noch mit Flöhen in einer WG lebten.

Die zweite Wohnung hatte zwar nur zwei Zimmer, dafür aber einen einladend gemütlichen Charme vergangener Tage. Zudem kostete sie auch nur 550 Euro/mtl. Da haben wir zugesagt und warten nun auf den Mietvertrag. Ihr dürft uns wieder die Daumen drücken und einen Fotobericht gibt es, wenn alles glatt geht, ab dem 10 August.

Und großen Dank an Herrn Lohse, der uns eine Schlafmöglichkeit geboten hat … und selbst aus eigener Wohnung vor uns geflüchtet ist.

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Wohnung und Tipps für Berlin gesucht!

18. Juli 2009 von Katja

Wohnungssuche ist natürlich meine Sache. Nicht weil ich es so toll finde, sondern weil Thomas es so beschlossen hat. Wäre unklug ihm zu widersprechen, oder was meint ihr?

Berlin hatten wir uns ja ausgesucht. Warum wissen wir eigentlich auch nicht. Ich denke es liegt an unserem Mitbewohner (s.u.), er wünscht sich nämlich so sehr eine bärengerechte sowie bärenrepräsentative Bleibe. Aber es ist auch gut, dass wir viele Leute kennen die in Berlin leben, gelebt haben, leben wollen oder die Freunde haben auf die eines dieser drei Attribute zutrifft.

Unser Bär hätte so gerne eine bärengerechte Bleibe

Da wir aber 450 km weit wegwohnen und uns auch sehr hilflos fühlen angesichts dieser großen kiwilosen Stadt, bitten wir alle Leser und Leserinnen uns zu helfen. Schreibt uns was ihr denkt, gebt uns Tipps wo es sich gut leben lässt, wo wir aufpassen müssen, leitet diesen Beitrag bitte unbedingt an alle weiter die ggf. etwas dazu sagen können oder jemanden kennen die eine Wohnung vermieten wollen.

Was uns recht wichtig ist:

  • Dachgeschoss/oberste Etage mit DSL Verkabelung
  • um die 3 Zimmer, so 65-90 qm, bis 500 Euro kalt
  • Innenstadt sollte zu Fuß oder maximal 15 min mit dem Fahrrad zu erreichen sein
  • provisionsfrei, ohne Möbelübernahmezwang des Vormieters und mit normaler Kündigungsfrist

Was noch toll wäre:

  • vernünftige Bodenbeläge (kein Teppich)
  • Kleine Einbauküche/Kochecke und Dusche
  • halbwegs gepflegt und ruhig
  • nette Aussicht wobei es egal ist ob Hausdächer oder Bäume, ggf. Balkon/Dachterrasse
  • Meerblick, vorzugsweise Pazifik mit Palmen

Für alle die uns noch nicht kennen für die gibt’s hier mehr. Wenn ihr Fragen hat schreibt uns am besten eine Mail oder nutzt die Kommentarfunktion.

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Zurück in Deutschland

31. März 2009 von thomas

Oh, war das ein geiler Rückflug. Ein Hoch auf Singapore Airlines. Endlich Bildschirme in vernünftiger Größe, mit Steckdose und USB-Anschluss. Sogar mit Tastatur und  StarOffice (lahm wie sonstwas, aber immerhin ;) ). Daher war ich so mit der Technik beschäftigt, dass mich gar nicht störte, dass wir heftige Turbulenzen hatten. Merke: Spaß an Technik > Flugangst. Zudem war die Maschine nicht ausgebucht und wir hatten so insgesamt 8 Sitze für uns beide. 6 davon haben wir selbst genutzt und 2 unseren stoffigen Mitreisenden gegeben. Soll ja nichts ungenutzt bleiben. ;)

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Nachdem wir in Frankfurt abgeholt und über Nacht untergebracht worden sind (Danke Nureeni!) kam der härteste Teil der Reise. Mag man um die halbe Welt bequem reisen, die Bahn schafft es immer Spannungsmomente mit angeblichen- und echten Verzögerungen und Sprints zu Anschlusszügen zu erzeugen.

So, aber nun sind wir angekommen und werden von Katjas Eltern mit lecker Essen umsorgt. Und wie das Gefühl ist wieder zurück zu sein? Seltsam. Eigentlich sind es knapp 1,5 Jahre, aber sie fühlen sich wie eine Woche an. Wie Seb das in seinem Rückkehrbericht zutreffend schrieb, es ist so, als ob man ein Abspielgerät auf Pause gelassen hätte und nach der Rückkehr auf Play drückt.

Eigentlich, denn tatsächlich merkt man, dass  man die Umwelt anders wahr nimmt. Diese  Lebensabschnittswechsel  helfen viel sich selbst zu verstehen. Und Dinge sowie Menschen die einem wichtig sind, sind nun auch klarer vor den Augen. So, als ob das Gehirn Zeit hatte einiges dank Abstand zu sortieren. Furchtbar, diese Selbstreflektion. Ich muss aufpassen, nicht zuviel davon zu betreiben, um meine Midlife Crisis nicht zu gefährden. Die setzt ja voraus, dass man sich nicht mit dem eigenem Leben auseinandersetzt. Und ohne Midlife Crisis werde ich wohl auch keinen Sportwagen kaufen. Mist. ;)

Auch die Welt um einen herum ist anders. Die Luft ist dichter (zumindest hier im Emsland) und das Licht weniger intensiv. Man bin ich froh, nicht den ganzen Winter hinter einem Grauschleier verbracht zu haben. :) Erst jetzt wird mir klar, wie sonniger unser Gemüt dank der Umgebung wurde. Wenn man mir früher gesagt hätte, dass ich eine Wohnung mit Flöhen, winddurchlässigen Fenstern und ohne Steckdosen im Bad ertragen würde, ich hätte es nicht geglaubt. Aber mit Sonnenschein und Strand in der Nähe sieht man über einiges hinweg.

Die Leute nehmen wir ebenfalls anders wahr. Neuseeländer sind unter dem Strich nicht besser oder freundlicher. Aber an den freundlichen Umgangston kann man sich schnell gewöhnen. Jetzt verstehe ich, warum vielen Ausländern die knappe und direkte deutsche Art so abgehackt und rauh vorkommt. Der Unwille wird hier halt mit “nein” und nicht “Let me see, I’m a bit reluctand on it, but well, maybe.” Anderseits weiß man hier sofort woran man ist. Hat alles seine vor und Nachteile.

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Jetzt heißt es erstmal entspannen. Das bedeutet bei Katja Twilight Bücher vorm Kamin lesen (nachdem sie den Film 5 Mal im Flugzeug geguckt hat) und für mich stundenlang Computer Spiele nachholen (Left4Dead und Fallout 3). Wie es im Blog und sonst weiter geht, schreiben wir bald. Und solange warten wir auf den Frühling! Obwohl das Wetter und der Rauhreif auf dem Rasen zu unserem Empfinden im Herbst zu sein sehr gut passen.

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Katja und Thomas testen englische Sprichworte

11. Februar 2009 von thomas

Heute:

It never rains, but it pours

Das heißt direkt übersetzt „es regnet nie, sondern es gießt immer“ und bedeutet „ein Unglück kommt selten allein“.

Gut, dass man ein solches Sprichwort parat hat, wenn zuerst die Univerwaltung wichtige Unterlagen verschluddert und der Professor die Benotung meiner Arbeit nach 3,5 Monaten nicht fertig hat, obwohl ich ihm seit 2 Monaten schreibe wie wichtig es ist.

Auch kommt es zum Einsatz, wenn die Vermieterin kommt während man auf der Suche nach seinem Schlüssel kopfüber in der Mülltonne steckt und anstatt suchen zu helfen komisch wird und findet, unser Teppich muss vor Wohnungsabgabe auf unsere Kosten durch einen Profi gereinigt werden. Und meint “das muss grundsätzlich so”, nachdem sie merkt, dass sie vergessen hat das in den Mietvertrag aufzunehmen. Und wenn die 90 jährige Nachbarin danach anklopft während man unter der Dusche steht und behauptet wir hätten alle Wäscheklammern gemopst und würden nachts unseren Abwasch machen (lol, das will ich sehen).

Und am Besten passt es, wenn Katja zum ersten Mal ihren Hausschlüssel verliert. Und auch Thomas zum ersten Mal seinen Hausschlüssel verliert. Und das den beiden zufällig am selben Tag passiert. Und das ihnen diese großartige Gemeinsamkeit außerhalb der Wohnung bewußt wird. Und sie jetzt grad schlecht die Vermieterin fragen können. Dass es heute den ganzen Tag geregnet hat, muss man wohl kaum erwähnen.

Ja, dann öffnet man den Schirm erst gar nicht, wenn sich der Regen vom Himmel ergießt. Es muss dann so. Damit wir sagen können: Ja, das Sprichwort stimmt.

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katja_regen

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Frieren unterm Citrusbaum

11. Juli 2008 von thomas

Es gibt viele seltsame Dinge, die ich mir trotzdem gut vorstellen konnte. Z.B. dass ich auf mit dem Kopf nach unten auf der Erde stehe oder in einem Vulkan spaziere. Aber dass ich mal unter Bäumen auf denen reife Grapefruits und Mandarinen hängen meine Autoscheibe kratzen würde, hätte ich mir nicht vorstellen können.

Atokratzen in Auckland

Doch genau das mussten wir diese Woche machen. Es ist wohl einer der kältesten Winter in Auckland und so durfte ich morgens schöne Eisblumen bewundern. Das wäre nicht so übel und gemütlich, wenn es hier so etwas wie Zentralheizungen gäbe. Oder dichte Fenster. Jedoch ist beides Luxus und wenigen Neubauten in der Stadt vorbehalten.

Dichtes Fenster

Wir wollten aber das Kiwileben auskosten und erfreuen uns nun an allen Vorzügen. ;) Ich kann mich erinnern, wie wir an den Klamotten rochen, die Katja nachdem ihre geklaut worden waren, von Freunden ausgeliehen bekommen hat. Irgendwie war das wie damals im Zelturlaub, nachdem es lange geregnet hat. Sie hatten einen leicht feucht-muffigen Campingduft. Und nun dürfen wir erfahren warum! Hurra!

Denn dank der offenzügigen Fenster (die hier nicht als Wohnungsmangel gelten) und der fehlenden Zentralheizung, benutzt man die Elektroheizung oder den Heizlüfter nur wenn man daheim ist und überlässt die Wohnung sonst den Elementen! Gott sei dank haben wir im Gegensatz zu vielen anderen keinen Schimmel im Haus.

Frieren

Und jemanden mit einer Zentralheizung haben wir auch kennen gelernt. Er sprach davon mit solchem Stolz, wie jemand, der sich bei uns einen Pool mit Rutsche in den Garten legen lässt.

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Beißattacke im Bett

6. Juli 2008 von thomas

Nachdem sich das Pech beim letzten Mal Katjas Klamotten gekrallt hat, wandte sich das Unglück diesmal ihrem Körper zu. Und wie es aussieht können die Wurzeln dieser Geschichte drei Jahre alt sein.

Nach der ersten Nacht in der neuen Wohnung wachte sie mit fiesen Stichen rund um Ihren Knöchel auf. Und ich meine nicht gewöhnliche Mückenstiche, sondern große, nässende Blasen. Ein Vampir schied aus, da Katja nicht bleich sondern vielmehr rotkopf-sauer war.

Bisse

Einen Tag später waren sie auf ihrem Hintern (womit Mücken definitiv ausgeschlossen waren) und die Nacht drauf auf dem Arm und dann auf dem Kopf. Ich war erstaunlicherweise nicht gebissen. Gut, kann auch daran liegen, dass ich zwei Tage am Stück auf der Couch beim Family Guy-Gucken eingeschlafen bin.

Die erste Analyse im Internet ergab:

Bed Bugs sind kleine wanzenähnliche Insekten, die in tropischen und subtropischen Gegenden leben und gerne in kleinen Spalten, Matratzen oder Teppich leben, um dann nachts kurz raus zu kommen und sich am Blut des Opfers zu laben. Wir haben die Vermieter informiert, die in Massen (also alle 3 des Familien-Stifts) angerückt sind und mit Lupen alles untersucht haben. Und keine Bed Bugs gefunden. Die erkennt man normalerweise an ihren rostroten Ausscheidungen.

Doch die nächsten Verdächtigen waren schnell gefunden:

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Willkommen in unser neuen neuseelandischen Bürgerlichkeit

5. Juli 2008 von thomas

Unser Experiment des bürgerlichen Lebens in Deutschland haben wir vor der Abreise nach Neuseeland für gescheitert erklärt. Die Sache mit dem anständigen Häuschen im Grünen mit Garten und anständigem Auto samt sicheren Job als Sachgebietsleiter beim Finanzamt hat uns nicht sooo zufrieden gestellt. Wobei es wahrscheinlich nicht an den Einzelteilen, sondern an deren Summe lag.

Völlen
(Ex-Haus in Völlen, Ostfriesland)

Und nachdem wir unsere erste Zeit hier in der auckländer Innenstadt verbracht haben, testen wir nun wie es sich so kiwi-like am Stadtrand lebt. Mit einer anständigen Wohnung in einer hier typischen anständig alten Villa (Baujahr 1928) in einer anständigen Gegend. Ein anständiges Auto haben wir auch sowie Katja mit einem anständigen Job. Danke an Makler für die Vermakelung!

hamiltonrd_haus hamiltonrd_mandarinen

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(Mehr Bilder gibt es im Album)

Ein paar kleine Unterschiede zum Leben in Ostfriesland gibt es aber schon. Nicht alle Häuser sind braun verklinkert, im Garten wachsen leckere Mandarinen und am Ende der Straße liegt ein kleiner Strand. Ja, so lässt es sich leben. :D Mehr von diesem Leben gibt es in dem anständig wackeligen Video:

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Handy, Telefon und “Broadband”-Internet in Neuseeland

23. April 2008 von thomas

Telefonieren in Neuseeland? Geht das? Ja! Seit dem die Muscheltrompeten mit Kabeln und Funknetzen verbunden wurden, geht das auch hier.

Black sheep telephone
by Ariadne Elle CC-BY-NC-ND

Dieser Beitrag soll wieder eine Hilfestellung für alle sein, die mal die Verlegenheit kommen sich hier ein Handy, Festnetztelefon oder einen Internetanschluss zuzulegen.

Als den Artikel anfing zu schreiben, wollte ich eigentlich genaue Fakten liefern. Dann ging ich auf die Websieten der Anbieter, betrachtete sie… und dachte, dass diese Tariffreiheit einen nur krank macht ;) Daher werde ich eher allgemeine Tipps und preisliche Anhaltspunkte geben.

Wichtige Fakten vorweg:

  1. Hier ist es kein bisschen anders und kein bisschen billiger als in Deutschland
  2. Die Tarife, Angebote, Pakete sind mindestens genauso verwirrend und immer anders als im Monat zuvor.
  3. Lasst Euch alle Versprechen und alle Auskünfte, auf die Ihr Euch später berufen wollt schriftlich geben
  4. Guckt immer (!!!) vorher auf der Anbieterwebsite nach, ob es nicht zufällig Onlineangebote gibt

Anbieter

Der Markt sieht hier ähnlich aus wie bei uns. Es gibt den (neuerdings) Ex-Monopolisten Telecom, Vodafone und paar kleinere Anbieter. Ich habe mir zugegebener maßen nur die beiden ersten angeguckt, da die kleineren eh preislich nah dran lagen und ich die Tarifstrukturen der Großanbieter aus Deutschland kannte (Mensch = Gwohnheitstier).

Handy

Erste Frage ist natürlich, ob man einen Zeitvertrag mit mindestens 12 Monaten oder einen Prepaid-Tarif wählt. Da wir hier nicht länger als einen 12 Monate sind, haben wir uns für einen Prepaid-Tarif entschieden.

Der kostet $35 (ca. 17.50 € Einrichtungsgebühr) und $0,89 (ca. 0,45 €) die Minutefürs Telefonieren. Die SMS im Inland kosten $0,20 (0,10 €) und ins Ausland $0,30 (0,15€). Zusätzlich kann man sich für $6 einen Bestmate einrichten, mit dem man sich dann kostenlos unterhalten kann. Übrigens ist hier das Verschicken von SMS, z.B. an Wohnungsmakler, ganz üblich und dem telefonieren aus preisgründen ruhig vorzuziehen.

So sieht das bei Vodafone aus, andere Anbieter haben entweder ganz oder ganz ähnliche Preise. Hier geht es zu den Vodafone-Angeboten, hier zu denen der Telecom.

Auf der Queen St in Auckland hat jeder Anbieter mindestens eine Filliale. Geht rein, äußert Eure Wünsche, schreibt es Euch auf und guckt dann Online nach, ob es das nicht günstiger gibt.

Worte die man wissen sollte: Vertragsart=Plan, Handy aufladen= to top up

Festnetztelefon

Wozu man das Ding braucht?

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Wir haben eine Wohnung!

19. März 2008 von thomas

Das hat ja gedauert. Ich habe Katja ja gleich gesagt, dass sie mich nicht mit Unmöglichkeiten konfrontieren soll. Egal, nach meinen Wochen der Suche, hat sie uns an einem Wochenende eine Wohnung gefunden, die mir sehr gefällt. Groß, hell, mit Garage und möbliert. Ca. 12 Minuten in die Stadt (oder per Bus für ca. 25 Eurocent) sowie mit schönem Blick vom Balkon. Heute haben wir den Mietvertrag unterzeichnet, die Miete bezahlt ($ 375 pro Woche/ ca. 800 € pro Monat warm) und sind eingezogen.

Vielen dank für Eure Hilfen, Tipps und Kommentare. Diese haben uns bewogen nur was möbliertes und in der Innenstadt zu suchen. Danke auch an Makler, der uns die Wohnung vermittelt hat ;)

Für mehr Erklärungen bin ich zu faul, also zeige ich unseren Umzug vom Hostel per Video (Achtung! Gedreht mit Fotokamera ohne Verwacklungsschutz und mit 1000 Schnitten/Minute):

YouTube Preview Image

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Wohnung weg :( Aber wir haben nun einen Privatmakler!

10. März 2008 von thomas

Zunächst vielen Dank für die Entscheidungshilfe, die Mails und gar einen Anruf! Ja, wir werden uns keinen Möbelkauf aufhalsen und haben uns für das Stadtappartement entschieden. Also sagten wir die Wohnung Nr.1 ab und schickten der Nr.2 eine Nachricht, dass wir sie nehmen. Und das bereits am Samstag morgen.

Leider ist der Wohnungsmarkt hier schnelllebiger als eine Eintagsfliege. Die Wohnung war wohl schon wenige Stunden nach der Besichtigung weg. Tja, und damit sind wir wieder am Start und können neu loslegen.

Aber ganz so schlimm ist es nicht, denn

  1. Wissen wir nun was wir wollen! … glaub’ ich ;)
  2. Haben wir nun soviel Erfahrung mit dem Aucklander Wohnungsmarkt, dass wir fast selbst als Makler arbeiten könnten. Aber…
  3. das müssen wir gar nicht, denn wir haben nun einen Privatmakler:

Makler

Jupp, er heißt Makler und ist einer. Mit 100%-er Erfolgsquotte. Hat sich ja selbst erfolgreich auf einem Schulbasar vermakelt. Sagt zumindest Katja. Wahrscheinlich, weil ich sagte, dass wir keinen Platz mehr für Stofftiere haben. Aber einen guten Makler, den können wir hier wirklich gebrauchen. ;)

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Helft uns bei der Wohnungswahl!

7. März 2008 von thomas

Nachdem wir nun knapp 30 Wohnungen gesehen haben, sind 2 in der Wahl + eine Akternative übrig geblieben. Und wo ich noch gestern dachte nichts finden zu können, habe ich nun die Qual der Wahl. Und wenn der Kopf voll ist, hilft es oft jemanden zu fragen. Und dieser Jemand bist DU!

  1. Wohnung am Stadtrand (Anzeige mit Bild)

    • $ 395 / Woche (ca. 800 Euro /Monat warm).
    • Im kleinen Appartementhaus (4ter Stock).
    • Wohnzimmer, groß icl. Küche
    • 2 kleinere Zimmer
    • Bad
    • 2 Balkone.

    Vorteile:

    • ca. 15min per Bus in die Stadt
    • großartiges Panorama auf Auckland mit einem Wahnsinnssonnenuntergang
    • Keine Hektik der Großstadt, da nicht mitten in der Stadt gelegen
    • Autostellplatz
    • Innerhalb von 3 Wo kündbar

    Nachteile

    • Ohne Möbel (Bis auf Küchenzeile & Waschmaschine). D.h. wir müssten noch Bett & Matratzen, Kühlschrank, Sofa, Fernseher, Schreibtische, Stühle, Tisch, etc. erwerben (Blöd, wenn es einem nicht gefällt und wir werden da nur noch 10 Monate leben).
    • Wir müssten den Internetanschluss selbst besorgen.
    • Eine Autobahn unterm Fenster. D.h. man hört ständig vorbeifahrende Autos.


    Größere Kartenansicht

  2. Wohnung Mitten in der City (Anzeige mit Bild)

    • $ 320 / Woche (ca. 640 Euro / Monat warm)
    • großes Appartementhaus (8ter Stock).
    • Schlafzimmer mit Bad
    • Wohnzimmer mit Küche und Bad (Ja, 2 Bäder).

    Vorteile:

    • 5 Minuten zu Fuß zur Uni und in den Stadtkern
    • Voll möbliert
    • SkyTV (Kabelkanal) angeschlossen
    • Broadband-Internet angeschlossen.
    • Im Schlafzimmer Teilpanorama über die Stadt (Teil über das Haus gegenüber)
    • Innerhalb von 3 Wo kündbar

    Nachteile:

    • Kein Autostellplatz, wir müssten das Auto irgendwo weiter abstellen (Anderseits werden wir es nicht oft nutzen) oder ein der Straße ein Parkhausplatz mieten (ca. $ 60/ Woche – 120 Euro/ Monat)
    • Unpersönliches Wohnen
    • Rauschen und Rushen der Stadt wird man immer wahrnehmen. Aber dank 8tem Stock weniger laut.


    Größere Kartenansicht

  3. Alternative von Katja
    Keine der beiden nehmen
    , im Hostel weiterleben und weiter im Grüngürtel nach der perfekten Wohnung suchen.
    Vorteile:

    • Grün
    • Vogelgezwitscher
    • fühlen das man in Neuseeland und nicht in einer x beliebigen Stadt ist, Atmosphäre
    • carpark ohne Probleme

    Nachteile

    • Im Hostel bleiben und kein Heim haben
    • im Hostel bleiben und ständig suchen
    • und im Hostel bleiben
    • Ausserdem die 20-25min Busfahrt in die Stadt aus dem Grüngürtel

So, das sind die Kandidaten. Und wir dazwischen. Es wäre uns eine riesige Hilfe, wenn Ihr uns mit der Stimme und Kommentaren helfen könntet. Montag müssen wir uns entscheiden.

Welche Wohnung sollen wir nehmen?
Ergebnisse

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Wenn der Makler mal außer Landes muss

6. März 2008 von thomas

Diese Woche haben wir bisher nur mit Wohnungssuche verbracht. Alleine heute 8 Termine gehabt. Da erliegt man am Ende des Tages dem 12-Flaschen-Beer-Super-Saver-Deal.

Beer Super Saver Deal

Ich versuche diese Wohnungsgeschichte wieder an Katja abzuschieben (Ich habe mich heut Abend in Leidensblicken trainiert – sieht mindestens wie 2 Monaten Tortur aus). Sie meinte zwar ich lerne dabei auch was fürs Leben, aber das weiß ich schon alles. Nämlich dass das Organisieren und Planen nichts für mich sind.

Wohnungen aus den Mietanzeigen im Internet aussuchen. Makler anrufen, Termine vereinbaren, Strecken suchen. Zu stressig. Hab doch schon ein großes Auto besorgt (gut nicht alleine, aber dank mir ist es ein Kombi). Es ist also lang und man kann drin schlafen.

Zudem ist die Wohnungssuche hier in Auckland anders als in Deutschland. Sowas banales wie Quadratmeterpreise stehen nicht in den Anzeigen. Auch genaue Angabe der Räume ist selten. So kann ein Bedroom mal ein Raum sein, mal 2. Und mal sind es 35 qm und ein anderes Mal 65 qm.

Units - Also ein Haus mit “Abteilungen”

Vor allem variiert auch die Qualität der Wohnungen sehr stark. So gibt es einfach alles von modernen Appartements mit voller Ausstattung (Und einer Wand vorm Balkon) über quadratischpraktische Plattenbauten bis zu abgewrackten Buden mit Schimmelgeruch. Oder es wird einem gesagt, dass der Parkplatz doch nicht zu haben ist, weil dessen Betreiber insolvent geworden ist. Oder auf dem Flur schleicht eine drall gebaute Asiatin mit sehr anreizender Kleidung in den Raum, während ein älterer Weißer verschämt auf den Boden guckend hineinfolgt. Oder das “Newly renovated unit with panoramic view” entpuppt sich als ein Raum mit Estrich auf dem Boden und Aucklands Hauptbahnstrecke vorm Fenster.

Auckland - Zest Building

Das alles sieht man aber nur, wenn man vor Ort ist. Also heißt es laufen, fahren, laufen, gucken, flüchten, Nun haben wir unsere geplanten Mietausgaben von $ 250 auf ca. $ 350 (ca. 175 €) pro Woche erhöht und hoffen damit auf schnellere Erfolge.

Das Beste war aber der Makler, der uns mit der Begründung versetzt hat, dass er schnell außer Landes musste. Und natürlich mit einer Wohnung, die sich toll anhörte. Wahrscheinlich war das eine blink blink Gangsta-bude mit einem goldenen Yakuzzi auf dem Dach! Mist.

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Mit Rechtsanwaltsschlitten in Auckland unterwegs

28. Februar 2008 von thomas

Ja, wir haben es immer noch nicht geschafft ein Auto zu bekommen. Auch bei der Wohnung noch nichts konkretes in Sicht. Mittlerweile habe ich mich überzeugen lassen, dass ein großer Kombi und eine Stadtwohnung inkl. Parkplatzknappheit nicht ganz zusammen passen.

Also suchen wir nach etwas gemütlicheren außerhalb und einem Kleinwagen. … Moment mal, kann es sein, dass das alles Katjas Wünsche von Anfang an waren und ich nun um 180° anders denke? Super Verhandlungskunst Thomas… ;) Egal, nach Besichtigung einiger Stadtwohnungen will ich auch lieber raus. Wohnblocks müssen wirklich nicht sein und fast alle, die hier länger leben ziehen gemütliche Abende auf der Veranda der romatischen Stadtatmosphäre mit Autosoundterror vor.

Und was das Auto angeht, so haben wir von Toni (dem Rechtsanwalt, bei dem ich hier im Referendariat war) diese Mordskarre geliehen bekommen:

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