Heute ist es genau ein Jahr her, dass eine Katja voller Pläne und Gedanken und ein Thomas ohne Plan den Zug im kalten Papenburg bestiegen, um ans andere Ende der Welt zu fliegen. Die Wohnung war aufgelöst, das Auto verkauft, alle verabschiedet und die Zeit schien sooo lang. Jetzt ist mir klar, wer schöner lebt stirbt eher.
Denn dieses eine Jahr war wohl das kürzeste das wir je hatten. Genau genommen ist es so, als ob wir gestern ins Flugzeug stiegen und im Bordunterhaltungsprogramm eine schnell geschnittene Retrospektive aus dem Leben von zwei nomadisch veranlagten Menschen lief.
Teil 1 – Quer durch Australien

Die Route führte sie zuerst nach Darwin in dem tropischen Norden Australiens, wo sie zusahen wie Adler Krokodilen das Futter wegschnappten und Thomas von einem Insekt eine narbiges Gesichtssouvenir für immer erhielt. Mehr Wärme aber weniger Feuchte suchend machten sie sich bei Blitz und Donner auf nach Alice Springs in die Mitte des Kontinents, das sie aber ganz schnell verließen nachdem ihnen bei über 40°C in der Wüste die Hirne zu schmelzen begannen. Dann doch lieber das milde Adelaide im Süden wo Katja die besten Mud Muffins der Welt zelebrierte, letztendlich aber den Koalas die Blätter wegaß und von Kängurus blöd angeguckt wurde. Nicht minder staunten sie über ein angeblich deutsches Dorf und hüpften anschließend nach Transilvanien Tasmanien rüber.
Teil 2 – Das wilde Tasmanien
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