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Radiointerview auf Quu.fm und meine 15 Wunschtitel

19. März 2010 von thomas

Quu.fm – Social Web Radio - hat mich für die Sendung Shuffle in Sydney interviewt und um 15 Tracks für eine Stunde Musik gebeten. Das Interview haben wir gleich zwei Mal gemacht, da der Versuch es in Tasmanien zu führen am Internet gescheitert ist. Wer also mehr über mich erfahren möchte und hören will welche Tracks ich gerne in NZ und Australien gehört habe, der sollte die Playerseite von Quu.fm ansurfen:

am Samstag 20. März 2010 um 12 Uhr und

am Sonntag 21. März 2010 um 17 Uhr

Und Kann jemand für mich vielleicht mitscheiden? Wir haben gerade wieder ganz miese Verbindung hier.

Mehr Gerede: Interview bei Radio Fritz von 2008 und Blogschau der Deutschen Welle aus 2009

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Wat’n Arsch! Warum Neuseeland per Campervan toller als in Hostels ist

17. März 2009 von thomas

Vor 3 Jahren haben 2,5 Monate lang Neuseeland in einem kleinem Van bereist. Bett und Miniküche schienen zunächst kaum groß genug für die Zeit zu sein, entpuppten sich jedoch als die Freiheit schlechthin. Wir standen in den wundersamsten Wäldern, wachten an Abgründen auf und badeten in türkisblauen Flüssen.

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Dieses Mal sind wir 3 Wochen mit dem Auto unterwegs und übernachten in Hostels. Hostels sind so etwas wie Hotels, bloß mit Gemeinschaftsküche, Gemeinschaftsbad und gemeinschaftlich überhaupt. Dafür sind sie günstig. Damals habe ich gedacht, dass das Hostelleben wahrscheinlich bequemer ist, als die allabendliche Suche nach einem einsamen Stellplatz für den Van. Und vielleicht bisschen geselliger. Mittlerweile sehe ich es anders.

Man muss sich immer um Zimmer in Voraus kümmern, und auf Emails reagiert man hierzulande noch selten. Man muss sich auf die Hostelbesitzer einstellen, die meinen entweder einen mit ihrer Herrlichkeit zuzusülzen oder den Herrn im Hause raushängen zu lassen. Man muss auf Duschen warten, die Knoblauchgerüche aus der Küche ertragen und ist viel weniger draußen. Zudem wird man gefragt wo man her kommt, wo man hingeht und wie lange man in Neuseeland ist (ist so was wie ein Schwanzvergleich unter Hostelreisenden). Versucht man dem zu entgehen, wird man argwöhnisch beäugt.

Ein klasse Beispiel, das die Aufs und Abs des Hostellebens vereint, hatten wir erst vor wenigen Tagen. Als wir das Hostel betraten, dachten wir Neuseeland aus Versehen gen Hostelparadies verlassen zu haben:

  • Gemauerte Wände
  • Mischbatterien im Bad
  • Waschmaschine mit warmen Wasser
  • Fußbodenheizung
  • Frauenkloeinrichtung (geht hin und lacht)
  • WLAN ohne limits und kostenlos
  • Dazu (und wieder neuseeländisch) eine Feuerstelle, ein großer Raum, mit Sofas und Schaukelstühlen zum rumlümmeln und ein rundum Blick aufs stürmische Meer.
  • Und ein Gastgeber, der den Preis um $12 runtergerundet hat.

Tag später sahen wir es anders

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Zunächst kam der Klassiker, die Gitarre. Kann mir eigentlich jemand sagen, warum alle Deppen meinen im Urlaub andere mit ihrem Gitarrenspiel zu nerven? Es sind fast immer diese Jesustypen oder Ukulelebratzen in Kindergärtnerinnen-Look (Ich wäre gerne ein Hippie, aber mein Erziehungsauftrag verbietet es mir), die nie ein ganzes Lied oder meinetwegen fünf spielen, sondern dauernd und über Stunden ein paar Akkorde rumklampfen. Bitte, lernt es woanders. Z.B. Zuhause oder verwirklicht Euch einen Traum, macht Euch am Strand ein Lagerfeuer und nervt dort die Seebären. Und wenn wir alle Glück haben werden sie Euch auffressen und die Gitarre im Feuer verbrennen.

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Aber ich schweife ab, denn das dicke Ende kam am nächsten Tag. Weil ich arbeiten musste, Katja sich nicht wohl fühlte und es eh regnerisch war, blieben wir im Hostel und genossen die Sitzmöglichkeiten und wuschen unsere Wäsche (2 Ladungen + extra spülen, weil sie von der Gischt beim trocknen salzig geworden ist). Dann kam der Hostelbesitzer und rastete aus, meinte wir sollen nicht mehr waschen. Zwar warfen wir Geld in die Waschmaschine, aber deren Preis wäre aufgrund seiner Großzügigkeit zu niedrig berechnet und drei mal waschen wäre unverschämt. Zudem seien wir ihm im Weg. Er erwarte, dass die Gäste tagsüber was unternehmen (Nein, er wohnte nicht im Hostel), anstatt seine Einrichtung zu viel zu benutzen (Ich habe bestimmt eine Delle in den Stuhl gesessen…). Wir haben das Hostel sofort verlassen. Wat’n Arsch! Bei der Erstattung der nicht genutzten Nacht hat er die 12 Dollar übrigens wieder abgezogen. 

Übernachtet haben wir im Zelt auf einer duftenden Waldlichtung, wo uns morgens die Vögel begrüßt haben und ein Fluss zum Baden einlud. Wir beschlossen die nächste Reise nur mit einem Van zu machen. Ohne Gitarrenheinis, ohne dumme Hostelbesitzer. Dafür mit viel mehr Natur.

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Getting Things (beinahe) Done

25. Januar 2009 von thomas

Heute bin ich mit einem Haufen Ideen und Aktivismus in den Knochen aufgewacht. Und während ich mich mit Müslipower volllud fertigte ich eine umfangreiche 2do-Liste, nach deren Bewältigung ich heute Abend ganz stolz sein und mich mit ein-zwei Bier belohnen würde.

Da der Kühlschrank wiedermal alles Bier weggetrunken hat, begab ich mich in den Supermarkt, um neues zu holen. Dummerweise war es auf dem Rückweg so heiß und das Bierpaket so schwer, dass ich mich schon unterwegs am Neuerwerb erfrischen musste. Zuhause angekommen war ich dann leider weniger erfrischt als müde und beschloss ein Mittagsschläfchen zu machen. Nach dem Schläfchen fasste ich den Entschluss doch zuerst kreativ zu werden und tolle Fotos zu machen. Das ist auch wunderbar gefruchtet und ich habe das Gefühl dieses Tages durch eine raffinierte Einstellung in diesem Bild des Himmels eingefangen (Tipp: lässt sich per Klick vergrößern):

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Und des Rasens:

nix_rasen

Ok, ok, ich gebe es zu, ich bin bloß vor die Tür gegangen, habe kurz nach oben und unten geguckt und bin wieder rein, weil es zu heiß war. Und weil ich noch viel zu tun hatte. Das musste aber wieder verschoben werden, weil die Aktiv-Katja Essen gebracht hat. Und nach dem Essen musste ich wieder bisschen ruhen.

nix_sushi

Jetzt sollte es aber keine Ausreden mehr geben! Die 2do-Liste wartete. Aber irgendwie brauchte ich igrend etwas zum Wachrütteln nach der ganzen Dösigkeit. Also ab zum Strand zum Schwimmen und … achja, ich habe doch Haiangst. Daher sicherheitshalber nur bisschen hin und her getrieben. Sicher ist sicher. Dummerweise macht auch das Rumtreiben müde und so musste ich mich auch davon entspannen. Um die Zeit nicht zu vergeuden habe ich ganz aktiv dem Tui vor dem Fenster zugehört.

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Tja, dann war irgendwie schon 8 abends und ich musste ja noch zu einem Konzert. Immerhin spielte meine Lieblingsband “The Quick and the Dead” und (um es mal wirtschaftlich zu rechtfertigen) die Mitglieder gaben mir auch noch Bier aus (viel davon, was auch meinen Blick erklärt).

tqatd

Aber Morgen! Morgen, haue ich sowas von rein, da wird die Welt staunen was ich alles schaffe!

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Big Day Out 2009 – In the Beer-Ghetto (Video)

20. Januar 2009 von Thomas

Der Big Day Out ist in Neuseeland und Australien das was Rock am Ring für Deutschland ist… und noch mehr, aber ein bisschen anders. ;) Zum einem ist die Veranstaltung auf einen Tag begrenzt. Zum anderen gibt es Bierghettos. Was das ist und warum ich beim Headliner einschlief wird im Video beantwortet. Zudem habe ich rausgefunden, dass das Mikrofon der Kamera keine Bässe mag. ;)


Big Day Out 2009 Auckland from Thomas on Vimeo.

Danke für Eure Tipps und Musikempfehlungen in den Kommentaren und für die, die per Email kamen. Wie üblich habe ich nicht soviel gesehen wie ich wollte. ;) Hier meine kurzen Meinungen:

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Big Day Out – Hilfe, Zu welchen dieser Bands soll ich gehen?

14. Januar 2009 von thomas

Big Day Out ist das Musikereignis des Jahres hier in Auckland (In Australien ebenfalls). Nirgendwo kann man sonst für ca. 50 Euro soviele Bands gleichzeitig sehen. Und wie bei jedem Festival hat man die Qual der Wahl. Wen soll ich sehen? Ich kenne doch weniger als die Hälfte. Habt Ihr mehr Ahnung? Wen würdet Ihr empfehlen?

Meine Favoriten:

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Coromandel, wo alle Aucklander im Sommer sind (Video)

7. Januar 2009 von thomas

Bevor unser Auto sich auf die ewige Autobahnen verabschiedete, begleitete es uns noch auf die letzte Tour nach Coromandel, von der es nun ein kurzes Video gibt:


Coromandel 2008 from Thomas on Vimeo.

Die Strandbilder stammen übrigens aus dem Örtchen Hahei und die Cockle und Pipi Muscheln ;) haben wir in Cooks Beach gesammelt.

Links zur Sendung: Coromandel Peninsula, Shihad, The Datsuns

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Kiwi Dein Ohr 4: Ladyhawke – Elektropop aus Wellington

26. November 2008 von thomas

Ladyhawke (Phillipa “Pip” Brown) könnte man schnell in eine 80er-Retro-Kategorie stecken. Ihre Musik hört sich mit Synthieklängen und den einfachen Melodien teilweise tatsächlich so an. Aber was wie 80er klingt, heißt in Neuseeland noch gar nicht, dass es aus der Mode ist. Und daher habe ich auch bei Ladyhawke das Gefühl, dass sie es kein bisschen retro, sondern voll ernst meint. ;) Spätestens auf der Bühne zeigt sie, dass ihre Musik weniger 80er, als eher ruppig ist und sich wenig um moderne Musikmoden kümmert. Kiwilike halt.

Und genauso sehen auch ihre Videos aus, welche die hier hoch geschätzte Do-It-Yourself-Mentalität ausstrahlen, sich aber kein bisschen um Perfektion, Eleganz und Hochglanzoptik kümmern. Und das nicht als Stilmittel, sondern einfach so. Handgemacht.

Die Musik ist zwar nicht gerade Tanzflächenkompatibel, aber gerade für abendliches Autofahren oder beim Heimwanken sehr zu empfehlen. Viel Spaß beim Anhören.

Paris ist Burning, Ihre Debütsingle (direktlink):

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From Dusk Till Dawn (direktlink):

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Meine Aufnahme vom Konzert mit From “Dusk Till Dawn”, “Back of the Van” und “Paris is Burning” und einer Mambokurt-Einlage:


Ladyhawke 2008 in Auckland on Vimeo.

Mehr über Ladyhawke gibt es bei der Wikipedia, auf Ihrer Homepage oder auf Myspace. Ihr Album “Ladyhawke” gibt es bei Amazon.

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West of Hell – Wer kennt diesen Song?

16. August 2008 von thomas

Freitags bin ich in meinen Lieblingsclub in Auckland, das Oblivion gegangen. Zwar finden Freitags dort immer Konzerte statt, aber nach 12 dachte ich keinen Eintritt zahlen zu müssen. Gut, dass ich mich geirrt habe und daher West of Hell sehen konnte. Eine großartig straighte Metal Band, die sogar Katja “Metal ist so scheiße, dass man gut sein muss, damit es gut klingt” sich anhören kann.

Nunja, ich fand die 4 gut, auch wenn sie noch nicht einmal einen Sänger haben (Sucht wer ne Band?). Aber das Lied hier, das glaube ich von irgendwoher zu kennen. Nur darauf kommen tue ich natürlich nicht. Kennt es jemand von Euch zufällig? Es könnte natürlich auch von denen geschrieben sein.


West of Hell on Vimeo.

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Von Kiwihausen nach Spreehausen

11. August 2008 von thomas

Der Seb von Downwärts ist umgezogen von Kiwihausen nach Spreehausen. Und wie es aussieht ist er noch auf Entzug. Vielleicht geht es ihm auch schlecht, weil es in Deutschland keine Timtams gibt? Oder kein günstiges Sushi? Keine rauhen Strände mit schwarzem Sand? Oder weil ihn ein kalter berliner Winter erwartet, während mir ein geiler Sommer in Neuseeland bevorsteht? Na, vielleicht heitert das ihn auf (oder verursacht eine tiefere Depression ;) ):

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(Direktlink)

Nichts für ungut, will ja nicht gemein sein:

Ikwuf

Und was mich interessieren würde und ich hoffe, dass es von Seb bald beantwortet wird: wie fühlt man sich so, nach einem Jahr Neuseeland wieder in Deutschland? Los schreib! ;)

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Wacken in Neuseeland …

5. August 2008 von thomas

… bleibt leider immer noch ein Traum für mich, aber ich bin erstaunt wieviele Leute hier Wacken kennen. Schon am ersten Abend, an dem ich mit meinem Wacken-T-Shirt durch Auckland gelaufen bin, wurde ich von 3 Leuten angesprochen. Und bisher bin ich 6 Leuten begegnet, die meinten wegen Wacken extra nach Deutschland zu fliegen. Wahnsinn, wenn man die Entfernung bedenkt.

Schnief.. leider war ich dieses Jahr nicht dabei und angesichts der kleinen Metalmenge in hiesiger Unterhaltungsszene sehr traurig deswegen!

Aber 2009 will ich wieder im Stau vom Festivalgelände Leute auf meinem Autodach tanzen haben, nachts will ich über Zeltschnüre stolpern und beim moshen meinen Körper mit blauen Flecken und Prellungen zieren! Ja, es gibt Dinge, die ich hier wirklich vermisse!

Wacken T-Shirt

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Kiwi Dein Ohr – Musiktipps aus Neuseeland

21. Juni 2008 von thomas

Hurra! Wir sind beim Bloggeramt “Blog der Woche”. Vielen herzlichen Dank! Und aus Freude gibt es jetzt Musik!

Denn eines der schönsten Dinge am Leben im einen neuen Land ist die Menge an neuer Musik. Musik die bei uns kaum ankommen wird. Zum Beispiel:

Tiki Taane – Always On My Mind

Tiki Taane kommt aus Auckland und ist der ehemalige Kopf von Salmonella Dub, einer sogar über Neuseeland hinaus bekannten Entspannungsmusikcombo. Das merkt man seinem ersten Solostück an, das ebenfalls sehr gemütlich ist. Ist an sich ein “Schmuselied”, aber mit schönem Rhythmus unterfuttert.

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Samuel F. Scott & The B.O.P - Llewellyn

Seltsame Musik mit seltsamen Video in passenden Farben, falls keine Drogen zu Hand sind. Anderseits genauso wie ich mir Musik aus Wellington vorstelle. Ich meine, Peter Jacksons beste Horrorfilme sind ebenfalls in Wellington entstanden. ;)

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Ethical – On My Throne

Ethical macht Rap und sagt über sich “I’m the future of New Zealand hiphop”. Und er ist lässig. Denn statt auf Lowrider oder sonstigem ausgelutschten Ami-Gangsta-Scheiß, setzt er auf viel lässigere Fortbewegungsmittel. Wicked! Da würde ich als Nachbar Angst bekommen! ;)

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Unzüchtige Kiwifanten

14. Mai 2008 von thomas

Wir hatten früher immer den Traum mit dem Haus im Grünen, Garten drum rum, anständigem Job, anständigem Auto usw. Die Sache mit dem Garten war schon ein Problem (Nachbarn mögen keine Naturwiesen), das Haus irgendwie braun und am Auto fiel am Ende der Turbo beim Diesel aus. Zudem war das Leben nicht grade spannend so. Gut, Papenburg ist sehr hübsch im Sommer, aber auch nicht die pulsierende Großstadt und Ostfriesland keine Partyzone. Gut, wir hatten immer freie Holzlieferungen für den Kamin. ;)

Daher habe ich meine Idealvorstellung nun justiert. Ich möchte ein viktorianisches Haus in einer stillen Seitenstraße einer Metropole (eher warme Ecke der Erde), einen Ohrensessel und viele Erinnerungsstücke von den Reisen. Und eines darf in einer solchen Sammlung nicht fehlen: Elefantenmemorabilia!

Flohmarkt Auckland

Weil ich aber Elefanten mag und daher keinen Schirmständer aus Elefantenfüssen wollte fand Katja zu meiner Freude die “Humping Elephants” für $10 auf einem Flohmarkt! Meine ersten Beutetiere aus Neuseeland!

Und hier sind sie:

Aucklandfanten

Und wie findet Ihr sie?

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Kiwis im Moshpit – Biohazard, Korn und Chimaira in Auckland (und eine Botschaft an Frau Merkel)

1. Mai 2008 von thomas

Kiwis sind so nett! :) Letzten Donnerstag spielten Korn das letzte Konzert ihrer “Bitch we have a Problem”-Tour in Auckland. Mangels schnellerer Musikangebote in Auckland war es natürlich Pflicht dorthin zu gehen. Zwar hätte es nicht Korn sein müssen, aber mit Biohazard waren sie die $ 74 wert.

Biohazard Chimaira
links:Biohazard rechts: Chimaira (by poopshoes CC BY-SA)

Korn Korn
Korn

Zusammen mit mir war ein Berliner, der in sich den Zwang verspürte die hiesigen Mosher  zu missionieren, eine Norwegerin, die keine Ahnung von den Bands hatte (kommt Metal nicht aus Norwegen??), aber mal was Neues sehen wollte und ein Kiwianwalt, dem ich das Konzert als Dankeschön für die Einladung zu Split Enz, den New Wavern aus den 70ern geschenkt habe. Also die perfekte Metal-Crew. ;)

Aber Spaß hatten wir und was zu lernen gab es auch:

Heavy Kiwi Fact No 1 - Die Hälfte der Leute saß auf Stühlen auf der erhobenen Empore, um die Arena herum. Bei Metal ???

Heavy Kiwi Fact No 2 – Es wird nur ein Bier pro Person ausgegeben. Machte beim gut besuchten Konzert eine Wartezeit von ca. 45 min. Hineinnehmen durfte man es nicht. Berliner Freund hat sich vorgedrängelt, sich quergestellt, 4 Bier bekommen und wurde beinahe gesteinigt. Vordrängeln geht hier nicht!

Heavy Kiwi Fact No 3 – Kiwis moshen (=sich anrempelnd innerhalb eines Bereichs vor der Bühne, gennant Moshpit, zu tanzen), aber ein einzelner Berliner Moshionnar (bitte an dieser Stelle kurz verharren und dieses Wortspiel würdigen) vermag das Ausmaß um das 1,5 fache steigern! Insbesondere in den Momenten, wo die Musik sonst keinen zum Tanzen bringt.;) Dafür können lokale Kräfte besser die Sau rausbrüllen (Bild rechts: Vordergrund lokale Kraft, Hintergrund ein Deutscher Brüller)

Mosher Screeeeeeeeeam

Heavy Kiwi Fact No 4 – Crowd surfen sollte man weder passiv noch aktiv versuchen. Der aktive Teil landete auf mir als einzigem passiven und durfte mangels Hilfe gleich den Boden küssen. 2 Versuche habe ich noch gesehen, aber sie waren zum scheitern verurteilt.

Heavy Kiwi Fact No 5 – Kiwibekannte, die zum ersten Mal im Moshpit stehen, finden das geil, weil es sie an Rugby erinnert. Zugleich verstehen sie das Prinzip nicht ganz und versuchen den anstürmenden Kräften auszuweichen.

Heavy Kiwi Fact No 6 – Man ist schnell im Mittelpunkt, wenn ein Kiwi, der einen Begleitet was von fucking “Boyzone” ruft und Korn als Boyband deklariert, weil jeder unterschiedlich angezogen und angemalt ist. Gleichzeitig trägt derjenige bei 99% schwarzen Besuchern ein weißes Deutschlandtrikot. ;)

Heavy Kiwi Fact No 6 - Biohazard und Chimaira sollten auf Korn ruhig verzichten. Die waren zwar ok, aber m.E. of zu lustlos. Auf Platte sind die 1000 Mal besser.

Das ganze nun als Video. Sogar mit einem Circlepitversuch:

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Wie man sieht nur einen wirr zuckenden Haufenmenschen, bei epileptischer Beleuchtung und üblen Krach? So war das und so soll es sein! ;)

Und was noch passierte:

Wegen “Immortal” auf meinem T-Shirt habe ich die Info bekommen, dass diese Black Metal Band hier vor einer handvoll Leute spielte. Vor 3/4 Jahr habe ich sie zu Hause von Tausenden erlebt.

Nachdem ein Kiwi mitgekriegt hat, dass ich Deutsch bin und ein Blog schreibe, bat er mich sich an alle Deutschen zu richten und sie zu bitten auf den Kleidungsstill unserer Kanzlerin Angela einzuwirken. Das tue ich hier mit. Er schien wirklich tierisch angeschlagen. Immerhin waren ihre öhm, ääähr, hier mehr prominent als z.B. die von Carla Bruni. Nicht schlecht.

Fazit: Guter Abend, gut getanzt und mich botschaftlich zwischen Ländern auf unterschiedlichen Welthalbkugeln eingesetzt! Ich bin stolz auf mich. Kiwis haben ferner gute Moshansätze, sollten aber mehr die Sau rauslassen und nicht immer so nett sein. ;)

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Auckland Philharmonia Orchestra (Hardcore content)

12. April 2008 von thomas

Tja, wer dachte, dass ich ich mit einer Reunionband aus den 70ern schon die extremsten musikalischen Seiten Neuseelands ausgetestet habe, der hat sich geirrt! Denn am Donnerstag habe ich mit Katja ihr Geburtstagsgeschenk, ein Konzert in der Auckländer Philharmonie besucht.

Diese Idee kam nicht von ungefähr, denn wir haben schon von ca. … 4 (?) Jahren die Philharmonie in Köln besucht und waren beide von der Bühnenshow begeistert. Obwohl wir sonst Null bis gar nicht Klassik hören. Wie so ein Orchester bei den klassischen Stücken auf der musikalisch und körperlich auf Bühne abgeht, ist schon des Wahnsinns wert. Da ist die Bühnenshow von Popstars nix gegen.

Des Wahnsinns wert war auf jeden Fall die Moderatorin des Abends, welche nicht nur wie unter Drogeneinfluß angezogen aussah, sondern auch so durch den Abend führte. Entweder sie war der Extase nahe und jauchzte ihre Begeisterung ins Mikro oder brachte das Publikum mit ihren Gesten und seltsamen Gedankengängen zum Lachen. Das muss dann wohl “klassische” Stand-Up Comedy gewesen sein ;) .

Auckland Philharmonia Orchestra 3

In jedem Fall war das schonmal ein Unterschied zu unserem Besuch in Köln, wo alles viel, viel ernster vor sich ging. Leicht anders waren auch die Kleidungssitten.  Zwar gab es auch zum Teil auch schicke Abendkleidung, aber auch Kaputzenpulli mit Turnschuhen waren vertreten. Im Schnitt würde ich es als schick-dörfliche Abendgarderobe bezeichnen ;) Und dazwischen seltsame Kreationen, zu denen ich mit meinem 90er Jeans & Sakko-Schick beigetragen habe. Weder under- noch over dressed, sondern geschmacklich daneben, passte also gut rein! ;)

Auckland Philharmonia Orchestra 1

Musikalisch war es irgendwie witzig, weil wir in einer neuseeländischen Philharmonie die Musik von böhmischen (Dvořák) und österreichischen (Strauß) Komponisten hörten, die von einem Deutschen dirigiert wurde, während ein Russe, die erste Geige spielte und ein asiatischer Hornbläser seine Hand ständig im Horn stecken hatte (warum, denn das?). Irgendwie erwartet man, dass die hier nur Herr-der-Ringe-Musik spielen. Aber das geht wohl so nur in Europa ab.

Auckland Philharmonia Orchestra 2

Ob die nun gut waren oder nicht, kann ich objektiv nicht beurteilen. Und ich habe auch gar nicht drauf geachtet. Und plötzlich wurde ich aus dem Moldautal nach Auckland befördert und Katja meinte, dass ich anfing beim Wippen die Stuhlreihen zu bewegen. Sowas aber auch. Zu oft sollte ich mich diesem Kick aber nicht hingeben, sonst werde ich noch dauerberauscht wie die Moderatorin des Abends. Es sei denn, die hat doch was komsumiert. ;)

Auckland Philharmonia Orchestra 4

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Split Enz – das Herz der Kiwimusik

10. April 2008 von thomas

Ich muss zugeben, dass hier ordentlich für mein kulturelles Wohl gesorgt wird. Nachdem ich unserem Kiwibekannten von meinen Musikvorlieben erzählt habe, meinte er ich müsse unbedingt die Split Enz sehen. Die wahrscheinlich größte Bands Neuseeland (Nein, dieser Vorschlag hatte überhaupt nichts mit den von mir dagelegten Musikvorlieben zu tun). Die zweitgröße müssten dann Crowded House (Everywhere you go, always take the weather with you) sein, deren Mitglieder aber eh ein Teil der Split Enz waren.

Split Enz Poster

Die Split Enz waren in den späten 70ern bis zu frühen 80ern aktiv und machten mit Schmike und toupierten Haaren popige Wavemusik. Erstaunlicherweise konnte ich mich auch an diese beiden Songs unten erinnern (Gut, ich lebte – auch wenn klein – schon in dieser Zeit. Wahrscheinlicher sind aber irgendwelche schäbigen New Wave-Sampler auf noch schäbigeren Parties dafür verantwortlich)!

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Als ich beim Konzert ankam fand ich überall Stuhlreihen vor. Keine Tanzfläche. Ich war noch nie auf einem E-Musik-Konzert, in dem nur Stühle standen! Zuerst wusste ich nicht warum.  Ich dachte aus Rücksicht auf das Publikum, dessen Jugend die Band repräsentierte (Ich hoffe ich lese die Zeilen nicht, wenn ich die 50 erreicht habe ;) ). Immerhin waren sie für die Kiwis damals wie bei uns die Ärzte, Nirwana oder Schnappi (Je nach Alter).

Doch dann wurde es mir klar. Denn schon nach den ersten Akkorden standen wir alle auf und zappelten eingekesselt zwischen den Stuhlreihen. Und das war wohl auch der Sinn der Stuhlaktion. Die Massen vor Selbstgefährdung schützen. Nicht nur, dass manche der damaligen Fans die – nun kontrolliert statt findende – Extase nicht überlebt hätten. Sie haben auch noch Kinder mitgebracht, die garantiert zu Schaden gekommen wären!

Split Enz
by
Juddejah CC-BY

Auf der Bühne selbst standen leider keine älteren Herren mit Schmike und Toupets, wie ich es erwartet habe, sondern eine Truppe, die Ihre Outfits der eigenen Haarfarbe gewidmet hat. Nämlich weiß. Auch die Bühnendeko war eher spartanisch und stand für den Namen der Band. Split Enz heißt nämlich soviel wie Spliss (“Split Ends” mit nz geschrieben wegen New Zealand).

Die Musik versetzte mich zwar nicht, wie all die Kiwis um mich herum in einen Rauschzustand, war aber sehr gut. Sogar so, dass auch ich mit den Stühlen zu pogen versuchte.

Übrigens geht habe ich den Kiwibekannten nun im Gegenzug verpflichtet am 24. April mit zum Konzert von Chimaira, Biohazard und Korn zu kommen. Mal schauen, wie er sich ohne die Stühle schlägt! ;)

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