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Mein Rücken im Neuseeland-TV

5. März 2009 von thomas

Ha, zwar nicht mit kreativer Kraft wie Manniac, sondern mit physischer Präsenz, aber ich war im TV. ;)   Gerade bin ich per Zufall darauf gestossen, dass bei dem letzten Twestival wohl ein Kamerateam dabei war. Und es ist lustig zu sehen, wie die Veranstaltung im TV zu einem wichtigen Großereignis gemacht wurde. Tatsächlich waren maximal 20 Leute da (Auckland hat 1,5 Mio Einwohner), die ca. bis 9 Uhr blieben. Großartigerweise teilten wohl auch die Sponsoren die Sicht des TV-Teams und spendierten nicht nur einen eigenen DJ, sondern auch $500 an Getränken.

twestival2

Da von den 20 Leuten nur einige ein bisschen Bier tranken, musste ich in die Bresche springen. Und… ich habe es nicht geschafft den Riesendeckel leer zu kriegen. Obwohl ich sogar sauteuren Whisky in eine Bierflasche für den Heimweg abgefüllt habe (stellt Euch an dieser Stelle einen Bartender mit sehr offenem Mund vor ;-) ). Sowieso sind diese web2.0-Veranstaltungen ein Freifahrtsschein für das Schmarotzertum. Vorletzte Woche gab es z.B. bei einem Webmetup Pizza und Bier, soviel man wollte. … das wäre doch mal eine Idee für einen “Web2.0-Schmarotzer-Guide“. :D

Und hier ist der Link zum Bericht. Ich tauche aber nur im Vorbeigehen bei 1:30 auf. Ich bin der Typ im Hintergrund mit dem weißen Frauenlogo auf dem Rücken, der zielstrebig die Bar ansteuert. Immerhin, mein Rücken war in One News, also der Tagesschau Neuseelands ;) Hier geht es zum Bericht: “Auckland celebrates the Twestival“.

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Hausfrauencontent: Supermärkte in Neuseeland (Video)

23. Januar 2009 von Katja

Nun ist mal wieder Zeit für einen praktischen Beitrag. Schließlich kommt man, egal wie lange man in Neuseeland ist, am Einkaufen kaum vorbei und wenn man weiß wie, dann bekommt man hier auch für wenig Geld lecker die Backen voll.

Wen das jetzt nicht so interessiert, für den haben wir ein Video, welches ihm die Lektüre weiterer Informationen erspart :-) Es stammt aus einem Mitternachtseinkauf bei Pak ‘n Save und Thomas fühlte sich natürlich wieder wie eine Ameise im Wasser.


Shopping at Pak ‘n Save in Auckland from Thomas on Vimeo.

Für alle anderen versuche ich hier, einen tieferen Eindruck zu vermitteln:

Click to continue reading “Hausfrauencontent: Supermärkte in Neuseeland (Video)”

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Neuseelands dämlichster Dieb gefasst – und warum nicht unser?

15. Januar 2009 von thomas

Super, da wird ein Dieb aus Christchurch  vom Spiegel Online als dämlich beschrieben, weil er seine Sturmmaske ausgezogen hat und in die Kamera blickte. Und nachdem die Polizei sein Bild auf Facebook veröffentlicht hat, wurde er erkannt und verhaftet.

Ja, wie dämlich ist das denn? Wohl gar nicht so sehr! Denn unser Dieb hat sich damals erst gar nicht um die Kamera geschert und hätte eigentlich nur noch hinein grinsen müssen. Und wurde er bisher gefasst? Nö. Naja, dreist kommt eben weiter. Aber was solls, wenn schon einen eigenen Einbrecher haben, dann eine lässige Sau wie diesen. ;) Hier nochmal sein Auftritt.

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Und wo wir schon bei dummen Kriminellen sind. Der Deutsche, der den Franz Josef Gletscher vor den Augen von Touristen mit Graffiti beschmiert hat, ist in die Liste der dümmsten Kriminellen Neuseelands 2008 aufgenommen worden. Dort taucht auch ein Kiwi auf, der mit Cannabis in der Tasche in eine Polizeistation kam und dort Alkohol trinkend die Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Das ist noch cooler als ein Gletscher. ;)

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Der Zweck heiligt die Mittel oder wie ich einem Mann den Hintern versohlt habe

24. November 2008 von thomas

Gestern habe ich einem typischen neuseeländischen Spendenevent beigewohnt, im Laufe dessen ich zum Wohle eines krebskranken Babys einem Mann den Hintern versohlt habe.

Das krebskranke Baby ist Ethan, der mit einer Krebserkrankung auf die Welt gekommen und mit wenigen Wochen die erste Chemotherapie hinter sich gebracht hat. Ein wirklich trauriges Schicksal, das vor allem die Eltern finanziell stark belastet.

Ein Glück für sie, dass sie viele Freunde und Nachbarn haben, die für sie in Clare Inn, einem Irish Pub, einen Spendenmarathon organisiert haben. Aber keine tiefernste Trauerveranstaltung, sondern eine Spaßevent, bei dem jeder mit Freude spenden sollte. Diese Art zu helfen ist typisch für ein Land, das Jahrhunderte lang isoliert vom Rest der Welt lag und daher seine Bewohner eine starke Sozialgemeinschaft entwickelt haben. Das ist in Deutschland zwar bei Spendengalas im Fernsehen üblich, aber selten im Privatrahmen. Denn die Deutschen spenden nach guter christlicher Sitte am liebsten anonym. Mir gefällt das öffentliche Spenden aber mehr. Vor allem wenn es so wie gestern abläuft.

Die Veranstaltung war genau genommen ein Rollenspiel, das sich um Pferderennen drehte. Zuerst konnten die Großspender Pferde bei einer Auktion ersteigern, auf die man bei anschließenden Rennevents setzen und gewinnen konnte. Die Rennen wurden dann vom Videoband abgespielt. Gewonnen habe ich leider nichts, obwohl ich mir immer die Pferde mit den schönsten Namen, wie z.B. “Doggo’s Delight” mit dem Jokey “Bend over n’take it” gewählt habe. Aber der Abend bewegte sich dann doch noch in die Richtung, die diese Namen versprachen.


Clare Inn, Auction on Vimeo.

Mit fortschreitender Zeit wurde es nämlich noch richtig feucht-fröhlich und so beschloss “Piggy” ein Stammgast, der nie um einen sexistischen Witz verlegen ist, zu strippen. Und weil dies ein so großer Erfolg war, bot er den Ladies an für $10 Spende seinen Hintern zu versohlen. Diese Gelegenheit habe ich beim Gürtel gepackt (Er war umgedreht und wusste ja nicht, dass ich nicht ganz ne Lady war). Ich meine, wer kann schon von sich behaupten einem halbnackten Mann den Hintern versohlt zu haben? (Bundeswehrmitglieder ausgenommen) Gut, es war nicht erregend aber irgendwie geil. ;)

Clare Inn - Spanking

Das wäre dann fast der Höhepunkt gewesen, wenn Neuseeland nicht zufällig an diesem Abend auch noch gegen Australien die Rugby League Weltmeisterschaft gewonnen hätte (vom Stellenwert vergleichbar mit Handball in Deutschland und nicht mit den All Blacks der Rugby Union zu verwechseln; Ich weiß, ist verwirrend). Dabei muss man wissen, dass Kiwis ein ausgeprägtes Rivalitätsverhältnis zu den Australiern haben und die letzteren seit unvordenklicher Zeit alle Weltmeisterschaften gewonnen haben. Sprich, der Sieg war so wahrscheinlich wie ein Fußballweltmeisterschaftstitel für Polen und daher explodierte das ganze Pub plötzlich in einem lang andauernden kollektiven Gesang.


Clare Inn – Singing from Thomas on Vimeo.

Insgesamt sind dabei $7.500 an Spenden herum gekommen. Und das schöne daran war, dass es kein Trauerakt war. Zwar gingen Fotos von dem kleinen rum und er hatte aller Mitleid, jedoch war das kein Grund den Spaß am Leben zu bremsen. So konnte ich, obwohl ich mein ganzes Geld losgeworden bin, das erste Mal mit dem guten Gewissen nach Hause gehen, mich für eine gute Sache betrunken zu haben. Yo!

Clare Inn

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Thomas ist besoffen ins Hafenbecken gefallen!!!

19. September 2008 von Katja

*Der Titel dieses Beitrages ist Seb gewidmet und steht in keinem Verhältnis zum Inhalt*

Heute steh ich im Supermarkt so rum und bemerke das das Waschpulver “SURF sensitive” mit 3,98 Dollar doppelt so teuer abgerechnet wurde wie ausgeschrieben und bewege mich grübelnd mit tiefer Stirnfalte, abwechselnd auf den Bon und auf SURF starrend in Richtung Information. In Deutschland hätte ich mich spätestens jetzt in einer langen genervten Schlange oder vor einem leeren Infostand befunden, denn Servicemitarbeiter gehen gerne rechtzeitig in Deckung wenn ich mit diesem Blick ankomme.

Noch bevor ich die Info erreiche bremst mich eine nette Mitarbeiterin aus, sie hat meine Blicke schon längst richtig interpretiert, nimmt mir besänftigend lächelnd Bon und SURF aus der Hand, verschwindet, kommt kurz darauf wieder und drückt mir mit vielen Entschuldigungen SURF und 3,98 Dollar in die Hand. “Wegen der Umstände”- Wer jetzt mitgerechnet hat, weiss warum ich so verblüfft bin.

Damit Seb nicht frustriert ist weil ihn das Thema möglicherweise weniger interessiert als Thomas beim Absaufen, bekommt er diese Contentkatze mit heutigem Kassenbon, also thematisch passend.

Contentkatze

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Andere Länder, andere Drogen – Entspannen mit Kava

6. September 2008 von thomas

Heute wieder ein mutiger Einsatz für die Forschung und Euch liebe Leser! Es geht um Kava, auch Rauschpfeffer genannt. In Tonga gibt es richtige Kava-Häuser, Kava-Abende und Kava-Zeremonien wo sich die Männer (Frauen sind traditionell raus) stundenlang diesem Trunk hingeben.

Dabei wird man von Kava nicht berauscht wie von Alkohol oder Marihuana. Sprich, das Hirn bleibt an und für sich klar. Weder fordert Kava Halluzinationen noch Aggressionen. Ganz im Gegenteil. Kava macht entspannt, bisschen redselig, zufrieden und fordert einen ruhigen Schlaf. Es wird daher auch als Antidepressivum eingesetzt.

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Kava gibt es sehr günstig (1,50€/100g) im Supermarkt

Ich wollte es auch ausprobieren, aber leider haute es bei mir nicht hin. Man muss Kava über einen längeren Zeitraum zu sich nehmen, damit es seine Wirkung entfaltet. D.h. alles was ich davon bekommen habe war ein voller Magen mit diesem brackigen Zeug und leicht taube Lippen. Katja dagegen hatte ihren Spaß damit. Sie, die schon von einem Fingerhut Alkohol umfällt, war für die Wirkung sofort empfänglich und durfte das Kavaglück erfahren. Inklusive der goldig-gelblichen Gesichtsfarbe danach.


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Was die Tagesschau kann, können Kiwis schon lange

30. Juni 2008 von thomas

Tja, damit haben sich die Einschätzungen aller 90% Nichtdeutschen, die ich gesprochen habe, erfüllt. Fast alle meinten, dass Spanien viel besser spiele und daher siegen wird. Da halfen auch meine Hinweise auf die Turnierqualitäten, am Gegner wachsen und so, nicht. Damit bin ich als Fußballkenner (der ich nicht war) durch. Auch die Pub-Besitzer haben Ihre Einstellung gegenüber den Mannschaften gut zum Ausdruck gebracht. Und wenn das mal kein Omen war:

deutschefahneodersoaehnlich

Und noch eine Überraschung gab es heut morgen. Es gab im Pub plötzlich einen Eintritt von $15. So unkapitalistisch wie man denkt, sind die Kiwis also gar nicht. Gut, ich habe mir dafür 2 Bier ermotzt. Das war auch gut, weil anders als im Suff war das Spiel nicht zu ertragen.

Und etwas Positives hat das ganze auch. Ich muss nicht mehr bedauern nicht in Deutschland mitfeiern zu können und kann jetzt endlich morgens länger schlafen. Super. Toll. Wow.

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Eine Lesbe, ein Chinese, zwei Juden und ein Deutscher sind …

29. Juni 2008 von thomas

… meine neue Rollenspielgruppe! Und das nicht im Spiel, sondern in echt. :)

Um mein Englisch zu verbessern habe ich nämlich beschlossen dem Rollenspielclub der University of Auckland beizutreten. Alternativ dachte ich an den Debattierclub, aber was soll ich mit laangweiligen Argumenten, wenn ich alltagstaugliche Phrasen wie “I see you handle your weapon well” lerne. Kann man hier in Auckland beim naechsten Einkauf wunderbar nutzen.

Erstaunlicherweise sind die Leute in dem Club genauso wie die meisten Rollenspieler die ich aus Deutschland kenne. Sprich hier sind die Leute, die in wehenden Mänteln, mittelalterlichen Kleidern oder schwarzen Cowboyhüten und Sonnenbrillen durch die Uni laufen. Es gibt sogar Charaktere, die fast 1:1 einigen Bekannten von Zuhause entsprechen. Also alle Klischees und Stereotypen werden erfüllt.

Zudem schloss ich mich auch noch dem Brettspiel-Club an und durfte am ersten Abend verzweifeln, als mir ein lispelnder Südafrikaner mit einem starken Dialekt (heyyeematay) die Regeln von Starcraft erklären wollte. Ich meine schon auf Deutsch wäre das eine Herausforderung:

gaming1 gaming2

Insgesamt haben sich die $10 für den Club gelohnt, vor allem weil ich dank unserer bunten Gruppe so tolle Dinge wie den jüdischen Dreidel-Song lerne und chinesische Lesben-Bondage-Filme gezeigt kriege.

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Ich glaube ich werde mir noch mehr Clubs anschauen. Z.B. den Meat Club. Und den Drinking club. Wobei dieser eigentlich nur aus einem öffentlichen Besäufnis (Mit Siegerpokal) pro Semester besteht. Ich bin zwar schon vor Monaten (wegen der tollen Werbebroschüre) beigetreten, habe aber übersehen, dass das Trinkevent schon Mittags statt fand.

drinkingclub1 drinkingclub2

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Kiwistyle trinken als Integrationsübung

26. Mai 2008 von thomas

Da ich sehr integrationswillig bin, versuche ich die hiesigen Sitten schnell zu adaptieren. Und ich stimme Katja zu, dass Werbung sehr viel über ein Land und seine Sitten aussagt. ;)

Daher nahm ich mir zuerst diese Werbung als Vorbild. Aber die Aussicht an ein drehwilliges Kind (und vielleicht einen Helm) zu kommen war gering:

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Diese unten fand ich auch als Vorbild ansprechend, aber ich erziele im solchen Zustand eine vielfach ungleiche Wirkung bei den Mittänzern. K.A. wieso:

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Aber diese Werbung hier, die war nicht schlecht. Zwar wieder ein Kind, aber gleiches Entsetzen kann ich bei Katja auch hervorrufen. Ok, die Wutphase habe ich weggelassen:

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Das persische B.Y.O Restaurant (Alkohol selbst mitbringen) und die Bier-Pitcher (Krug mit 3Gläser-Inhalt, s. Werbeclip oben) waren eine große Integrationshilfe. Und am Ende des Abends fühlte ich mich auch total Kiwi. Wie die Frucht. Vielleicht auch wie der Vogel. Danke NZ-Werbung!

B.Y.O. Persische Tänzerin
Die persische Tänzerin war ebenfalls nett, auch wenn das Bild ihr weniger gerecht wird (aber dem Typen da, der sie fast beißen wollte.)

B.Y.O.
(Ich habe einen schwarze Balken *enhanced* wegen der Persönlichkeitsrechte eingesetzt)

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