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Thank you for not smoking

26. April 2008 von thomas

Als ich vor zwei Jahren in Neuseeland war, konnte ich die totalen Rauchverbote überall nicht nachvollziehen. Seit 2004 herrscht hier ein Rauchverbot in Bars, Arbeitststätten und öffentlichen Gebäuden. Auch die Preise für Zigaretten sind auf ca. deutschen Niveau mit $12 (6 € für 20er Packung). Der Raucheranteil liegtbei ca. 20%, also in etwa wie bei uns. Wobei der Zigarettenkonsum nach meinen Beobachtungen schwer von Europäern und Asiaten beeinflusst wird.

Auf jeden Fall fand ich es schlichtweg unnatürlich in einer Kneipe, einem Club oder Discothek zu sein, ohne von einer kuscheligen Rauchwolke eingehüllt zu sein. Und was ist mit dem Lebensgefühl? Rauchen vermittelt doch ein Gefühl der fehlenden Rücksichtsnahme auf Vernunftsdinge wie Sauberkeit und Gesundheit. Und was macht man ohne eine Zigarette, wenn man sich langweilt? Wie kann man sich lässig an die Wand ohne lehnen? Und kommt mir nicht damit, dass man das nicht nötig hat ;) .

Nicht, dass ich besonders viel Rauche, es sind vielleicht 3 Zigaretten die Woche. Es geht mehr um das Ambiente.

Gut für die beiden letzten Dinge findet sich eine Bierflasche als Ersatz, aber der Rest? Tja, es geht anscheinend ohne. Es ist mir überhaupt erst hier aufgefallen, dass Alkoholgeruch und reguläre Menschengerüche zusammen auch eine abgestandene Dunstwolke abgeben, die all die schöne Schäbigkeit mit sich trägt. Und dazu kommen noch Vorteile:

  • Länger tanzen dank mehr Luft
  • Nicht mehr als stinkender Textilhaufen zu Hause ankommen
  • Mehr Spaß am Selbstrauchen, weil die Lunge frisch und aufnahmefähig ist ;)
  • Sowieso mehr Gesundheit für andere ungesunde Dinge
  • Konzentrierte soziale Treffpunkte auf engstem Raum vor den Clubtüren, wie damals in den Raucherecken an der Schule

Daher freue ich mich, wenn ich wieder in Deutschland bin und dort Rauchverbote herrschen! Oh man, das hört sich aber verdammt seltsam an. Und liegt bestimmt auch daran, dass ich grade in unserem Gemeinschaftsraum an der Uni mit einem Raucher arbeite.

Weil die Lüftung am Wochenende abgeschaltet wird und der Raum keine Fenster hat, kommt es besonders toll sich den Raum mit einem Vielraucher den Raum zu teilen. Vor allem wenn der noch so ein unsympathischer Urlaubssurfertyp ist. Also das was von einem Surfer übrig bleibt, wenn man eine lässige Lebenseinstellung abzieht und mit Zwang zum schicken Coolwirken ersetzt. ;)

Rauchen
Raucheffekte “leicht” dramatisiert.

Zählen Ausdünstungen eines Raucher eigentlich auch zum Passivrauchen? Dann kann ich ja einen Antrag drauf stellen, ihn zum Schutze meiner zarten Lunge von der Uni zu entfernen. ;)

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This entry was posted on Samstag, April 26th, 2008 at 12:39 pm and is filed under new zealand. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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One Response to “Thank you for not smoking”

  1. Seb Says:

    Hab mich heute morgen um 8:00 schon über die Kippen im Mülleimer gewundert…

Wir freuen uns auf Eure Kommentare!