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Handy, Telefon und “Broadband”-Internet in Neuseeland

23. April 2008 von thomas

Telefonieren in Neuseeland? Geht das? Ja! Seit dem die Muscheltrompeten mit Kabeln und Funknetzen verbunden wurden, geht das auch hier.

Black sheep telephone
by Ariadne Elle CC-BY-NC-ND

Dieser Beitrag soll wieder eine Hilfestellung für alle sein, die mal die Verlegenheit kommen sich hier ein Handy, Festnetztelefon oder einen Internetanschluss zuzulegen.

Als den Artikel anfing zu schreiben, wollte ich eigentlich genaue Fakten liefern. Dann ging ich auf die Websieten der Anbieter, betrachtete sie… und dachte, dass diese Tariffreiheit einen nur krank macht ;) Daher werde ich eher allgemeine Tipps und preisliche Anhaltspunkte geben.

Wichtige Fakten vorweg:

  1. Hier ist es kein bisschen anders und kein bisschen billiger als in Deutschland
  2. Die Tarife, Angebote, Pakete sind mindestens genauso verwirrend und immer anders als im Monat zuvor.
  3. Lasst Euch alle Versprechen und alle Auskünfte, auf die Ihr Euch später berufen wollt schriftlich geben
  4. Guckt immer (!!!) vorher auf der Anbieterwebsite nach, ob es nicht zufällig Onlineangebote gibt

Anbieter

Der Markt sieht hier ähnlich aus wie bei uns. Es gibt den (neuerdings) Ex-Monopolisten Telecom, Vodafone und paar kleinere Anbieter. Ich habe mir zugegebener maßen nur die beiden ersten angeguckt, da die kleineren eh preislich nah dran lagen und ich die Tarifstrukturen der Großanbieter aus Deutschland kannte (Mensch = Gwohnheitstier).

Handy

Erste Frage ist natürlich, ob man einen Zeitvertrag mit mindestens 12 Monaten oder einen Prepaid-Tarif wählt. Da wir hier nicht länger als einen 12 Monate sind, haben wir uns für einen Prepaid-Tarif entschieden.

Der kostet $35 (ca. 17.50 € Einrichtungsgebühr) und $0,89 (ca. 0,45 €) die Minutefürs Telefonieren. Die SMS im Inland kosten $0,20 (0,10 €) und ins Ausland $0,30 (0,15€). Zusätzlich kann man sich für $6 einen Bestmate einrichten, mit dem man sich dann kostenlos unterhalten kann. Übrigens ist hier das Verschicken von SMS, z.B. an Wohnungsmakler, ganz üblich und dem telefonieren aus preisgründen ruhig vorzuziehen.

So sieht das bei Vodafone aus, andere Anbieter haben entweder ganz oder ganz ähnliche Preise. Hier geht es zu den Vodafone-Angeboten, hier zu denen der Telecom.

Auf der Queen St in Auckland hat jeder Anbieter mindestens eine Filliale. Geht rein, äußert Eure Wünsche, schreibt es Euch auf und guckt dann Online nach, ob es das nicht günstiger gibt.

Worte die man wissen sollte: Vertragsart=Plan, Handy aufladen= to top up

Festnetztelefon

Wozu man das Ding braucht?

  1. Ihr wollt innerhalb von Auckland umsonst und außerhalb günstiger als mit dem Handy telefonieren
  2. Ihr wollt nach Deutschland mit einer Callcard telefonieren, mögt es aber nicht in einer Telefonzelle zu hocken (Eigener Beitrag zu den Callingcards erscheint bald).
  3. Ihr wollt eigentlich nur einen Internetanschluß und merkt, dass (fast) jeder Anbieter einen Festnetzanschluss voraussetzt.

Kostenpunkt (wieder bei fast allen gleich):

  • Einrichtung  im Schnitt $45 (ca. 23 €)
  • monatliche Gebühr $41 (ca. 21 €).

Internetanschluss

Zunächst gibt es Internet auch an der Uni. An der University of Auckland gibt es den “Standard plan”, der von der Geschwindigkeit an besten Tagen ISDN-Geschwindigkeit erreicht. Wer möchte kann für $20 pro Jahr auf den “Premium plan” aufstocken, der ganze ;) 200 MB pro Monat ($7 für zusätzliche 100 MB) eine “pfeilschnelle” 2Fach-ISDN-Geschwindigkeit erreicht. Wer also gerne E-Mails abruft und Zeit hat, kommt damit zurecht.

Wer auch zuhause surfen will hat zwei Möglichkeiten. Es gibt Anschlüsse, die einen Festnetzanschluss nicht brauchen und mit WLAN arbeiten sowie solche, die einen Festnetzanschluss voraussetzen.

Womit man bei allen Anbietern rechnen muss sind

  • Anschlussgebühren von ca. $99 (ca. 45 €)
  • Beendigungsgebühren von weiteren $99, wenn man den Vertrag vor dem Ablauf von 12 Monaten beendet.
  • $ 99 für ein WLAN-Modem.
  • ca. $40 monatlich für 5 GB Datenvolumen (Flatrates kommen langsam in Mode und kosten um die $50)

Die Preise können variieren und es gibt immerwieder Onlineaktionen, bei denen z.B. die Anschlussgebühr erlassen wird.

Der Internetzugang per WLAN ist nach Meinung von Bekannten sehr, sehr launig. D.h. manchmal hat man DSL-1000, manchmal gar nichts. Verbindungsabbrüche sind an der Tagesordnung und eine Suche im Internet ergab zu 95% negative Erfahrungen. Dafür zahlt man nur für das Internet und nicht für das Festnetztelefon. Ferner kann man ohne Umzugskosten umziehen. Anbieter sind z.B. Woosh oder Vodafone.

Der Internetzugang per Festnetz funktioniert wie in Deutschland und ist etwas stabiler als der per WLAN. Allerdings ist die Leitung verdammt unstetig. Vor allem abends oder am Wochenende hat unser “Breitband” Geschwindigkeiten von ca. 100kb/s was so 1,5 ISDN ist. Dafür gibt es nachts um 5 bis zu 3 Mb/s also DSL-3000. Unser Anbieter ist z.B. Vodafone. Es gibt auch Telekom und kleinere Anbieter. Hier hilft es auch auf Plakatwände oder in Fernsehspots zu schauen. ;)

Und falls jemand gerne Onlinespielen möchte – dann geht besser in ein Internetcafé, das sich eine stabile Businessleitung leistet. Die Pings bei uns zu Hause schwanken zwischen 350 und 1000 (Ob jemand die Daten per Hand vershickt?). Für World of Warcraft reicht es, solange man nachts spielt und viele Mitspielern in der Nähe meidet – also perfekt, wenn Ihr mal den Einsiedler spielen wollt. Ein Kiwi hat mir gestern gesagt, dass Neuseeland die zweitschlechte Verbindung in der entwickelten Welt hat, gleich vor Mexico.

Leider wirkt sich das auch auf Videotelefonie, z.B. Skype. An den meisten Tagen kriegen wir nur Bilder in Matschformat und Stimmverzerrungen hin. Dabei wohnen wir im Stadtzentrum.

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This entry was posted on Mittwoch, April 23rd, 2008 at 10:45 pm and is filed under new zealand. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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14 Responses to “Handy, Telefon und “Broadband”-Internet in Neuseeland”

  1. Nico Says:

    Sind das nicht die süßen Schafe aus dem Museum für Kommunikation in Frankfurt? Oder sind die inzwischen auch ausgewandert?

  2. basti Says:

    die schafe sind kool…

  3. handys Says:

    Is ja echt teuer der Anschluß bei denen. Dachte Deutschland wäre schon weit hinterher.

  4. zoni Says:

    aprospos breitband: unter lasse ich dich heute mal ein bisschen an meinem arbeitstag teilhaben. webcam1 ist diejenige, welche mich heute begleitet.

    geil, was wir im rechenzentrum so alles drauf haben…

    analog zu homer simpsons USA rufen: R Z F, R Z F ;)

  5. Pawlox Says:

    Wow – ich seh’ den Zoni. Allerdings sieht’s mehr so aus, als ob die anderen arbeiten und der Zoni zuguckt. ;)

    @Thomas: bzgl. schnellem Internet musste wohl drauf warten, daß mal wieder ein Schiff seinen Anker auf die Anbindung nach Japan schmeisst. Ausser sich da einzuklinken scheint’s bei Euch ja echt keine vernünftige Lösung zu geben. Aber gerade Online-Spiele sind ja auch gar nicht gut & ich habe gehört, wer zuviele Killerspiele macht, der wird dann noch Jurist oder sowas… *g*

  6. katja Says:

    ich glaub ich hab auch einen Zoni gesehen…jedenfalls war da einer der kam mir bekannt vor. Wahnsinn :-) Hurra ! Ein Zoni. Ich werd irre !

  7. thomas Says:

    Wow, ist das Geil! Was macht Ihr da? Reise nach Jerusalem? Und wo sind die leichten Mädchen, wenn Ihr schon Girlsday habt!
    Ja, da legt sich grad ne Frau mit Streifenhemd auf den Tisch!

  8. zoni Says:

    @pawlox: delegieren ist das zauberwort ;)

    eigentlich wollten wir den girls zeigen, wie man mit dem allmächtigen frontpage ne webseite bastelt. der schuss ging grösstenteils nach hinten los.

    ich glaube ich habe heute mehr von denen gelernt, als die von uns. so kenne ich nun zb die webseite knuddels, wo so ziemlich jedes 2. mädel vertreten war. die andere hälfte hatte bereits ne myspace präsenz.

    schocken konnt ich die nur noch mit geschriebenem html. aber so klicki-bunti webseiten hatten die fast alle schon in der schule oder zu hause.

    was willste da noch machen…ok, einen joker hatten wir: surfen im inet. das hatte nämlich kein anderer hier im hause den mädels zu bieten :D

    und da wurden dann fleissig schülervz, knuddels und icq logins ausgetauscht.

  9. thomas Says:

    @Zoni: Lol, Frontpage? Ich hoffe, wenn dann die 2007er Version? Wieso erinnert mich das an die Southpark-Folge “Gutar Queer-O”, wo Stans Dad mit einer echten Gitarre gegen Guitarhero auftrumpfen wollte? “Real guitars are for old people” ;)

    http://www.southparkstudios.com/clips/127949
    P.S. Knuddels kennt doch jeder man. ;)

  10. thomas Says:

    @Nico: Ich habe die von Flickr, kann also gut sein. Habe NZ-passend nach “Schaf + Telefon” gesucht ;)
    @basti: ja, aber ich will n. wissen, was DU dabei denkst
    @handys: Ha, NZ ist vom Prinzip hinterher. Und ich glaube die sind hier sogar stolz drauf ;)

  11. Mein Neuseeland Blog » Kostenlose WLAN Hotspots in Neuseeland Says:

    [...] mehr zum Thema Internet, Handy und Telefon in Neuseeland wissen möchte, kann auch mal bei Kiwispotting vorbeischauen. Sehr [...]

  12. Karmen Says:

    DAnke für die Info werde gleichmal schauen ob ich ähnliches dazu finde. LG

  13. Berthold Says:

    Das hilft mir zeimlich weiter. Ich werde nächsten Monat nach Neuseeland fliegen. Und Internet brauch ich enfach. :-)

  14. pokemon karten Says:

    Gut zu wissen, Danke auch von mir für die Info. :-)

Wir freuen uns auf Eure Kommentare!