5 x Musik, Bier und … was will man denn noch?
29. März 2008 von thomasDas schöne an unserem Weg von der Wohnung zur Uni ist, dass wir an vielen Plakatwänden vorbei kommen. Was hilft mir die moderne Technik, wenn ich mich selbst um Veranstaltungstipps bemühen muss? Da lobe ich mir wirklich zugepflasterte Laternen, Hauswände und teilweise Bürgersteige.

Obwohl in diesem Fall hat Katja dieses Plakat entdeckt, das uns einen direkten Einblick in die aucklander Musikszene verschafft hat. Und dieser Einblick gibt mir Hoffnung, dass es hier nicht bloß um das gesellige Saufen geht. Das ist nämlich was nicht nur ich beobachte. Es gibt hier eigentlich keine “Tanztempel” sondern vornehmlich Bars und Kneipen mit Tanzmöglichkeiten und saufpublikumskonformer Livemusik. Also der in Deutschland bekannte Provinzstyle
Na gut, auf höherem Niveau.
Diese Bars sind auch immer brechend voll. Spartenbereiche, wie Rockklubs dagegen recht leer. Das verwundert, wo die Musik im Kiwi-Fernsehen von Gitarrenmusik bestimmt wird (Endlich bin ich das RMB-Gefiepse los).
Das Konzert war auch mit ca. 120 Leuten nicht grade voll. Dafür stand man fast mit den Bands auf der Bühne. Die Location namens “Fordes Bar” war übrigens sehr atmosphärisch mit geräumiger Bühne, alterwürdiger Architektur und einer riesigen Bücherwand. Und in der Mitte lag ein Teppich auf dem die Bands spielten.
Es waren Lokalbands aus Auckland, die viel Krach und Schrammelmusik machten! Sehr gut!
Die “Infinitive Flying Kicks” spielten “own brand of angular, spiritual rock”, wie es auf Ihrer Bandseite steht. War ganz nett, aber irgendwie zu sehr… Emo mit Easylistening. (Bei MySpace anhören)
“The Business” schmissen auch die Kasse an der Eingangstür, was angesichts der Stimme des Sängers wohl so bleiben wird (jaja, harte Kritik). Aber den Moonwalk hatte er super drauf! (Katja ist sichtlich begeistert)
“Calamity Jam” waren anscheined der Höhepunkt des Abends und von ihrer Art sehr professionell mit guten Melodien zwischen Indierock und Blues. Auch der Sänger klang gut. Aber an Stimmung kam bei mir und Katja gar nichts an. Die begeisterten Fans waren bestimmt nur mitgebracht
.(Bei MySpace anhören)
“The Love Shakes” waren da viel besser. Der Sänger riß sich einen ab und schaffte pro Song ein neues Instrument zu spielen. Mitreißender indy Rock’n'Roll (gibt es eigentlich eine automatischen Musikstyleerkennungssoftware?) (Bei MySpace anhören, Anspieltipp: “Something so divine”)
Der Höhepunkt des Abends waren für mich “The Quick and the Dead”. Eine musikalische Zusammenfassung der 50er Rockabilly-, 60er Beatles, 70er Psychosachen, 90er Britpop und kontemporären (klingt es mit Fremdwörtern kluger?) Indyrocks. Ja, die 80er habe ich nicht raus gehört
. Und sie hatten einen leicht “kranken” Sänger. Und das ist immer gut für die Show. Auch wenn er einem das falsche Datum für den nächsten Gig aufschreibt (18ter nicht 14ter). Oder war das vielleicht Absicht?
(Auf jeden Fall die neuen Songs bei MySpace anhören, Anspieltipps: “Heartbreak 365″ und “She Knows”, Bandwebsite)
Die älteren gibt es noch als Video:
Wir haben auf jeden Fall Lust auf noch mehr Lokalbands. Man muss sie auch unterstützen, damit sie nicht als Livebands enden und Tag für Tag U2-Cover spielen müssen!
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Tags: Auckland, calamity jam, infinitive flying kicks, konzert, musik, new zealand, the business, the love shakes, the quick and the dead
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März 31st, 2008 at 8:41 pm
Häh? “Kontemporärer Indyrock”?? Was gibt es denn heutzutage an kontemporären Indyrock? Die echten Indyrocker sind doch alle spätestens gegen Ende der 90er Jahre ausgestorben…
März 31st, 2008 at 9:28 pm
@Pawlox: Achso, hiesiger kontemporärer Indyrock. Das hier ist ein natürliches Reservat für viele ausgestorbene Spezies
April 2nd, 2008 at 2:58 am
…gut, daß es noch vor MTV beschüzte Nischen auf dieser Welt gibt… *g*
April 2nd, 2008 at 2:58 am
+t
April 2nd, 2008 at 5:19 pm
Nitschen ??? Hööö ?
April 2nd, 2008 at 8:37 pm
beschützte *g*
April 3rd, 2008 at 8:21 pm
ach ihr seid alle beschüsste Nitschen
))
April 5th, 2008 at 12:40 am
so kommen also pawlox’ postingzahlen zustande! miese spammerei das! hab ich nicht nötig!
April 5th, 2008 at 12:54 am
@Zoni:
Finde ich auch! Du hast es nicht nötig! Zeig’s ihm aus purer Freude!
August 23rd, 2008 at 10:34 pm
[...] paar Monaten habe ich schon Mal über The Quick and the Dead berichtet. Und fand es erstaunlich wie sie als erste Band des Abends die Erinnerungen an alle Bands danach in [...]